BUND Kreisverband Limburg-Weilburg

Infos

Auch dieses Jahr verleiht der BUND wieder seinen Umweltpreis "süße Orange". Vorschläge an Gerd Zimmermann, Mozartstr. 24, 65594 Runkel.

Seniorenhippie mit Hund kommt nach Ennerich

Runkel-Ennerich.- Auch in diesem Jahr lädt der BUND-Ortsverband Runkel/Ennerich wieder zu einer Kabarettveranstaltung ins Ennericher Bürgerhaus ein. Nachdem vor zwei Jahren Rainer Weisbecker mit seinem "Himmlisch Hessisch zum Doodlache" und im vergangenen Jahr der philosophische Komödiant Jacques Oerter mit seinem Nostalgiekabarett im Sinne von Otto Reutter begeisterten, wird diesmal der bekannte Kabarettist Dieter Thomas in Ennerich auf der Bühne stehen. "Der Seniorenhippie mit Hund" heißt sein amüsantes neues Programm, das er am Samstag, den 28. November um 19.30 Uhr in Ennerich präsentieren wird. Dieter Thomas, der gebürtige Limburger, der schon mit den unterschiedlichsten Kollegen wie Matthias Beltz, Dieter Hildebrandt, Hendrike von Sydow, Mathias Richling, Dieter Nuhr, Harald Schmidt oder Badesalz auf der Bühne oder vor der Fernsehkamera gestanden hat, ist sich selber treu als der Urhesse, der die Welt noch immer aus der Sicht eines lustigen Kleinstadtganoven betrachtet, dem die ewige Jugend anhaftet und bei dem man nie weiß, was authentisch und was erstunken und erlogen ist. Seit sich seine langjährige Bühnen- und Lebensgefährtin Hendrike von Sydow aus dem aktiven Bühnenleben zurückgezogen hat und jetzt allein für die Regie verantwortlich zeichnet, berichtet er in seinem zweiten Soloprogramm auf bekannt unterhaltsame Art, wie es ihm beim Einstieg in den Vorruhestand und in die Generation Silberlocke ergangen ist. Ortsvorsitzende Marlis Zimmermann: "Mit dem Seniorenhippie Dieter Thomas und seinem Hund, der ihn auf die Bühne begleiten wird, wollen wir dem Publikum wieder etwas ganz Besonderes bieten." Karten im Vorverkauf gibt es ab sofort zu 10 Euro im Altstadtcafé in Runkel und in Ennerich bei Bärbel Uhl (Tel. 064822435) und Marlis Zimmermann (Tel. 064821773) und gegebenenfalls zu 12 Euro an der Abendkasse.

Pressemitteilung Südtangente

Limburg-Weilburg.- Ausdrücklich abgelehnt hat der BUND-Kreisverband Limburg-Weilburg auf seiner letzten Monatssitzung den Bau einer Südtangente Limburg, da beide vorgestellten Varianten im Falle einer Verwirklichung erhebliche Konflikte für Mensch, Tier und Umwelt bedeuteten. Da laut Gutachten für alle Trassen hohe bis sehr hohe Raumwiderstände ermittelt wurden, appellieren die Umweltschützer an die politisch Verantwortlichen sich gegen die vorgesehene Umgehung auszusprechen. Lärm und Abgase von vorausberechneten 27000 Fahrzeugen täglich brächten erhebliche Veränderungen der klimatischen Gegebenheiten mit sich. Außerdem sei durch die Abgase und den Feinstaub die Gesundheit der Menschen auch direkt gefährdet, die sich, wegen der bisher gesunden Luft und wegen der Erholungsmöglichkeiten in der Südstadt ansiedelten. Die Landwirtschaft hätte mit beträchtlichen Verlusten von bewirtschafteten Flächen zu rechnen. Kreisvorsitzender Gerd Zimmermann: "Die Gesamtkosten der beiden Trassen liegen voraussichtlich zwischen 20 und 35 Millionen Euro, die dann für sinnvolle Verkehrsprojekte und Erhaltung der Mobilität der Bürger fehlen, beispielsweise für den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs." Er weist auf den Zusammenhang der Planung von Umgehungsstraßen mit der demographischen Entwicklung hin. "Mit der Südumgehung wird heute eine Straße geplant und in etlichen Jahren gebaut, die man dann wahrscheinlich aufgrund des BevÖlkerungsrückgangs gar nicht mehr benÖtigen wird. Es wird offensichtlich einem Automatismus bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans ohne kritische Reflexion gefolgt." Auch habe die derzeitige Lenkung des Schiedetunnelverkehrs über die Autobahn gezeigt, dass auf diese Weise und erst Recht mit dem Neubau der Autobahnbrücke Entlastungen für die Limburger Innenstadt erzielt werden kÖnnen. "Heute muss es darum gehen, den Lastkraftfahrzeugverkehr zu verringern, wo irgendmÖglich von der Straße auf die Schiene zu verlagern, die Effizienz zu verbessern sowie Regionalverkehr und Fernverkehr auf der Schiene zu vernetzen", betont der stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Jörg Rau. Nach Meinung des BUND kann eine Entlastung der Diezerstraße vom Lastverkehr durch ein Nachtfahrverbot für LKW und durch Verkehrslenkungsmaßnahmen erreicht werden. Außerdem fordert der Verband die Reaktivierung der Aartalbahn zur Verringerung des Straßenverkehrs aus dem Aartal. Zimmermann: "In Hessen ist der Straßenverkehr mit 37 % der größte CO2-Produzent und damit ein Hauptverursacher der Klimaänderung. Weiterer Straßenbau ist vor diesem Hintergrund auch grundsätzlich nicht zu verantworten. Wie die Erfahrung zeigt, fördert der Neubau von Straßen weiteren Verkehr."